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Nur knapp den Sieg verpasst haben die Bremer Death/Thrasher Antagonist beim diesjährigen Wacken Metal Battle Vorentscheid auf Landesebene. Redakteurin Mandra ließ es sich trotzdem (oder grade deshalb?) nicht nehmen, mit Frontmann Michael Simon zu plaudern.

OM: Hi Michael! Danke dass du uns für ein Interview zur Verfügung stehst.

Stell euch doch zunächst mal vor, wie lange gibt es euch, wo kommt ihr her…?

Michel: Antagonist wurde im Sommer 1990 gegründet. Jeder schnappte sich damals irgendein Instrument und jammte los. Nach einigen Auseinandersetzungen, zwecks Stilistik, wurde somit die Band ins Leben gerufen. Nach diversen Besetzungswechseln, ist das Team seit etwa 10 Jahren zusammen und erfreut sich bester Gesundheit.

OM: Von welchen Bands lasst ihr eure Mucke beeinflussen?

Michel: In den Anfängen, waren es Bands wie Kreator, Morgoth oder Morbid Angel. Heute ist es sehr schwer zu sagen ob überhaupt noch Einflüsse aus anderen Musikstilen zum aktuellen Antagonist Sound beitragen.

Der Unterschiedliche Musikgeschmack meiner Kollegen, (und glaubt mir das geht von Trance bis Noisecore) macht es äußerst kompliziert, alle Einflüsse zusammen mit den jeweiligen Interessen der Jungs zu mischen. Doch vielleicht ist es auch gerade das Individuelle, das den Antagonist Sound ausmacht.

OM: Was haltet ihr von der Juryentscheidung auf dem 2007ner Metal Battle in der Osnabrücker Lagerhalle zu Gunsten von Obscure?

Michel: Vom Gesamtbild geht die Entscheidung absolut in Ordnung, auf der Bühne ging ne Menge ab und das Publikum wurde schnell zum mitgehen animiert. Vom musikalischen mal abgesehen, die wohl kompletteste Band.

OM: Ihr habt ja 2002 schon auf dem Wacken gespielt, mit welchen Eindrücken seid ihr wieder nach Hause gekommen? Wie fühlte sich das so an auf Deutschlands größten Metalfestival spielen zu können?

Michel: Es war ein großartiges Gefühl, bei diesem Event dabei zu sein. Ich glaube jeder Metall Musiker träumt einmal davon so etwas zu erleben.

OM: Ihr werdet in der Szene ja schon sehr hoch gehandelt, wie habt ihr das Geschafft?

Michel: Wir sind nicht gerade die fleißigsten aber dafür kontinuierlich. Es gibt bei Antagonist keine Regeln, dementsprechend können auch keine gebrochen werden und wir haben immer unser eigenes Ding vor Augen gehabt und uns nicht von irgendwelchen Hypes beeinflussen lassen.

OM: Worauf kommt es euch bei eurer Musik besonders an, was ist euer Ziel?

Michel: Das alle Bandmitglieder, mit dem was sie tun, zufrieden sind. Unser nächstes Ziel wird der nächste Studio Aufenthalt sein um neue Songs, auf eine neue CD zu bringen. Release noch offen….

OM: Wenn ihr die Möglichkeit erhalten würdet bei „The Dome“ oder so zu spielen, würdet ihr dieses Angebot wahrnehmen oder eher nicht?

Michel: Mit Sicherheit würden wir das Angebot wahrnehmen. Doch befürchte ich das die Kids die dort hinlaufen, wahrscheinlich in Panik ausbrechen werden, wenn auf einmal Antagonist auf der Bühne stehen.

OM: Ihr habt ja nun schon einige (M)CDs `rausgebracht („Mosaik“, „Perfect human comprehension“, „New zombie dead“, „Demons“), welche ist dein Favourite und warum?

Michel: In alle Alben wurde sehr viel Herzblut investiert, aus diesem Grund ist es schwer das Ganze zu pauschalisieren. Die Mini CD „Mosaik“, gehörte zu unserer ersten längeren Studio Session. Die Songs sind alle recht roh und unausgegoren.  Allerdings bekommt die Platte gerade dadurch ihren Reiz. „Perfect Human Comprehension“, ist die Scheibe an der am intensivsten gearbeitet wurde. Wir
haben neue Leute in die Band bekommen, haben drei Jahre an den Songs gewerkelt und das Feeling war zu dem Zeitpunkt einfach perfekt, meine persönliche Lieblingsscheibe. Bei der dritten Scheibe “New Zombie Dead“ sind uns leider einige Fehler im Studio und beim Mix unterlaufen.

Aus diesem Grund entschieden wir uns nur fünf Songs aufzunehmen und in einer kleinen Auflage zu pressen. Der bis dato letzte Output „Demons“, ist von allen
das kompletteste Album geworden.

OM: Wenn ihr rausgeht, wo trifft man euch dann so an? Was sind so eure Lieblings-Locations?

Michel: Auch in dem Punkt sind wir äußerst unterschiedlich, die einen sind überall dort zu finden, wo Party gefeiert wird, die anderen sind eher zurückgezogen.

OM: Was Musik hört ihr so privat?

Michel: Ich höre momentan ausschließlich im Auto Musik, dazu gehören: Beastie Boys- ill illustrated, Psychotic Waltz- Into the Everflow, Hate Plow – Everybody Dies, Fear Factory- Archetype…..

OM: Was fällt dir spontan zu folgenden Begriffen ein?

– Musik:…wird in meinem Leben immer eine wichtige Rolle spielen.

– Alkohol:…hatte schon gute aber auch schlechte Zeiten…

– Job:…versuche ich so gut es geht darauf zu verzichten….

– Lieblingskonzert:…. Anfang der 90`er, die „Full of hate Festivals“ mit Death, Gorefest, Carcass, Unleashed, Cannibal Corpse

OM: Gibt es etwas dass du noch loswerden möchtest?

www.antagonist.info

OM: hehe OK! 🙂

Dann bedanke ich mich für deine Zeit und Mitarbeit!

Metal ON!