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Hellion Records

Schon wieder Thrash, Jürgen gibt mir in letzter Zeit nur Thrash, Thrash und nochmal Thrash. Antagonist vermengen den ihren mit wüsten Deathmetaleinflüssen (a la Asphyx oder so) und bauen zu den Speedparts auch mal welche in niedrigen Geschwindigkeitsregionen ein. Hier darf die Matte geschüttelt werden, hier ist Slamdance angesagt, hier gibt es keine Gnade, selbst dann nicht, wenn aus dem Moshpit die ersten blutüberströmten Gestalten zufrieden grinsend Richtung DRK – Stand pilgern, um sich verartzten zu lassen. Melodien? Wer will schon Melodien. Na gut, ein paar Gitarrenharmonien haben sich schon eingeschlichen.
Okay? Antagonist aus Bremen zeigen neben den Berlinern Wotan sehr gut den derzeitigen Stand im deutschen Thrashgenre. Nachdem Kreator ja keinen Thrash mehr spielen wollen, muß hier der Nachwuchs seine Klasse beweisen. Neben ganz klar 80er orientierten Extremacts a la Witchburner und Warhammer gibt es ein paar Acts, die noch mit early 90s Deathmetalelementen spielen und so ihrem Klangspektrum noch eine wunderbare Farbschattierung mehr verleihen, vielleicht die entscheidende. Denn so klingt ihr Material zeitgemäß brutal und doch traditionell. Bei Antagonist ist es egal, welchen Song man anspielt, jeder ist ein ultraharter, wahnwitziger Klumpen rohen Fleisches, versetzt mit Maden und Würmern. Pussygroovemetaller und alle die es werden wollen seien gewarnt, Antagonist sind der Gegenspieler zum Müllthrash unserer Tage und zeigen für Trendpack kein Pardon. Einer wüsten Kavallerieattacke gleich reitet das Quintett alle Gegner in Grund und Boden. Dabei scheinen sie mir das eine ums andere Mal von Chuck Schuldiners genialen Death beeinflußt, was dem Hörvergnügen noch weiter zuträglich ist. Deadly Metal mit Stil wird hier geboten und sollte von allen Freaks, die in Blut baden, morgens Gewürm und tote Ratten frühstücken und dazu Motoröl saufen und gerne kleine Kinder ärgern, gehört werden.
Sir Lord Doom

Refraktor Fanzine

Seit Anfang der 90`er Jahre treiben ANTAGONIST aus Bremen im Death/ Thrash Metal Underground ihr Unwesen. So kann die Band auch schon auf einige Veröffentlichungen zurück blicken. Das aktuelle Line-Up von ANTAGONIST sieht wie folgt aus: Michael Simon – Vocals, Stefan Berenthal – Gitarre, Ingo Icke – Gitarre, Thomas Kattwinkel – Bass und Andre Gertje Janßen – Drums. Mir ist vor kurzem ihr Album „Perfect human comprehension“ in die Hände gefallen, welches bereits 1999 veröffentlicht wurde, aber bis dato ihr aktuellstes Werk ist. Zu hören gibt es auf der Scheibe acht haßerfüllte Death / Thrash Metal Songs zu hören. Dabei geben ANTAGONIST auf „Perfect human comprehension“ alles und spielen sich die Seele vom Leib. Der Sänger grunzt, kreischt und singt voller Zorn seine Texte, und die vier anderen Mitmusiker kämpfen sich an ihren Instrumenten ab. Also eins steht fest, die Jungs von ANTAGONIST lassen keine lange Weile aufkommen. Hier gibt es technisch perfekt gespielten Death Metal

Vampster Online Mag

Jaaa, das weiß zu gefallen. Aus Bremen kommen ANTAGONIST mit einer Death/ Thrash- Granate oberster Kajüte im Gepäck. Die Band existiert nun schon seit 10 Jahren, konnten jedoch noch keinen Deal an Land ziehen (was mir eigentlich ziemlich unverständlich ist, da signt man lieber schlechte Anfängercombos, die nicht mal geradeaus pissen können, sorry!). Dies sollte sich aber mit der aktuellen Veröffentlichung „Perfect Human Comprehension“ schleunigst ändern.
Dass es sich hier um erfahrene Musiker handelt merkt man schon nach der ersten Minute. Ein Riffgewitter jagt das andere, untermalt mit den sehr variablen, aggressiven Hate- Vocals von Sänger Michael Simon. Teilweise erinnert mich der Gesang an Obituarys John Tardy oder alte Benediction.
Der sehr kompakt spielende Schlagzeuger Andre unterstreicht durch powervolles, abwechslungsreiches Drumming den brutalen Stil (aber immer technisch auf einem hohen Niveau) von ANTAGONIST.
Die fünf Nordlichter haben mit „Perfect Human Comprehension“ eine gelungene Mischung aus 80er Jahre Death/ Thrash und modernem 90er Sound kreiert. Ein weiteres Highlight im mittlerweile großen Underground- Dschungel. Die 8- Song CD kommt mit einer äußerst guten Produktion und professionell aufgemachtem 12- seitigem Farbbooklet daher (leider ohne Texte, welche man jedoch auf der Homepage der Band nachlesen kann).

Abberation

ahhhhhh! Das ist der Hammer !!! Die Bremer Band ist übel extrem. Total Thrash Metal der einige Einflüsse aus dem Death und Power Metal Bereich integriert ohne dabei völlig seine Identität zu verlieren. Es ist schon eher Thrash, aber der wird mit Antagonist völlig neu definiert. Da es die Band auch schon wieder 10 Jahre gibt es auch technisch keine schwächen, die den Sound auch nur ansatzweise vernichten könnten.Kompromisslos hart, absolut gitarrenorientiert mit wirklich schönen Feinheiten.
Freut Euch auf die paar Gitarrensolis die drin sind, vom Feinsten, wie eine Brise Faust auf´s Näschen . Oder die sehr seltenen Melodiebögen in leads übergehend – arschgeil! Der Gesang ist auch fett herrlich. Der schwankt zwischen den alten Morgoth /Marc Grewe und John Tardy / Obituary, aber so variabel das die vocals auch als thrashvocals durchgehen Echt beeindruckend.
Na jedenfalls ist das hier ein echte „Ohrenweide“. Das die keinen Deal haben, wundert mich schon ein wenig. Auch wenn der 6. und 7. Song etwas schwächer ausgefallen ist, da ist die Intention zu schwach sozusagen und beide Songs haben meiner Meinung nach keine so rechte Struktur, aber wen interessierts, wenn man bis Song Nummer 5 voll befriedigt wird und mit Song Nummer 8 gleich wieder den totalen Knaller bekommt, der gleich wieder Solis a la Death oder irgendwelcher hochtechnisierter Progressivbands aufzuweisen hat, die einem gleich wieder den Atem nehmen. Übrigens: Das Stück Nr. 8 ist etwas länger ausgefallen ,weil da zwischendrin ein wenig Pause ist – Ich sag nur – Kaufen !!! Jetzt und sofort – Ihr werdet es nicht bereuen !

Carnage Nr. 5

Schnell mit dem Veröffentlichen von CDs waren sie ja noch nie, unsere Bremer Kumpel von ANTAGONIST, schließlich liegt ihre Debut-MCD immerhin schon satte 5 Jahre zurück, aber was soll’s. Solange dabei nur solche fetten Scheiben wie jetzt der erste vollständige Longplayer herauskommen, ist mir das auch recht. Die Jungs haben mit ‚Perfect Human Comprehension’ ein gewaltiges Thrash Brett abgeliefert, welches locker mit bereits etablierten Band mithalten kann, wenn es nicht sogar besser ist.
Auf jeden Fall wurden hier acht göttliche Songs, eingehüllt in einen druckvollen Sound, auf den Silberling gepackt, von denen besonders „Recharged“, „The Traveller“ oder „Chaos“ hervorstechen. Auch die technischen Fähigkeiten der Musiker fallen positiv auf, ohne dabei in störender Selbsthudelei auszuarten, sondern sie heben das material eher ab von den Durchschnittsveröffentlichungen anderer Möchtegern Bands. Michel kreischt sich hier in bester Unleashed oder Asphyx-Manier die Seele aus dem Leib, die Gitarristen liefern sich geile Riffgewitter ab, und untermalt wird das ganze schließlich noch von Andre dem Tier hinter den Drums und ihrem neuen Basser Thomas, so dass auch die kleinste Soundlücke gefüllt wird. Als Bonus (Hiddentrack) wurde dann noch ihr Alltime-Hit „Not Like That“ von der MCD ‚Mosaik’ in einer neuen Version am Ende versteckt.

Eternity

Es ist schon erstaunlich, mit welchem Durchhaltevermögen Antagonist aus Bremen ausgestattet sind. Aus der Taufe wurde das norddeutsche Quintett schon 1990, doch erst jetzt – eine ganze Dekade später – liefern sie mit „Perfect human comprehension“ ihre Full-Length-Debut ab. Dazwischen war außer zwei Promo-Tapes und einer MCD nicht viel. Mit Michael Simon besitzen Antagonist quasi ein Aushängeschild als Sänger, denn was er an oralem Teppich auf die Musik legt, rechtfertigt die Bezeichnung ‚Hass-Vocals’ auf jeden Fall.
Vor allem gewinnt die Band dadurch auch an Wiedererkennungswert. Das selbe trifft meines Empfindens nach auch auf die Musik zu. Zwar nicht innovativ, kämpfen sich die Fünf doch auf hohem Niveau durch ihre acht Stücke. Bissig wie Hunde, die gerade von der Kette gelassen wurden, wüten sie sich durch ein Thrash/Death-Gebräu, das fern jegliche Retro-Kacke ist, sondern sich durch Aggressivität und eine Hauch Frische auszeichnet. „Perfect human comprehension“ geht als gute Referenz für den Deutschen Underground durch. Kai Scheibe

Heavy oder was Nr. 51

Eine Überraschung der positiven Art liefern uns ANTAGONIST aus dem hohen Norden der Republik. Hätte gar nicht gedacht, dass es hierzulande noch unbekannte Thrash-Bands gibt, die aus dem Nichts mit einem derart ausgereiften Produkt daherkommen. ‚Perfect Human Comprehension bietet traditionellen Thrash mit vielen Überraschungsmomenten, einer auffällig guten Instrumentierung und einem Sänger, der sich mit seiner variablen, gut an die jeweiligen Songs angepassten Stimme klasse ins überaus positive Gesamtbild einfügt.
Die auf professionellem Standard operierende Klangqualität und die insgesamt für eine Eigenproduktion unglaublich gute Aufmachung lassen die Waagschale endgültig auf die ANTAGONIST-Seite kippen. Einzelne Songs herauszugreifen wäre hier nicht nur sinnlos, sondern auch ungerecht, da es keine Ausfälle zu verzeichnen gibt. Dennoch hat natürlich jeder so seine Faves. Mir haben ‚Misanthropist’ und ‚No Mourning’ den Pudel am besten geföhnt. Wenn da mal kein Deal an der nächsten Ecke lungert… Arno Hofmann (9 fette Punkte)

Into the warzone

ANTAGONIST bestehen schon etwas länger, um genau zu sein seit 1990. Dem Info zu entnehmen ist, dass man sich damals schon an Bands wie KREATOR und MORGOTH orientierte. Ganz klar liefert man hier ein kerniges kraftvolles Thrash metal Werk ab, was vor Power und Geradlinigkeit nur so stotzt.
ANTAGONIST arbeiten sich komplex nach vorn. Bevor man hier dieses Release tätigte, nahm man sich auch gleich 3 Jahre Ruhe, was sich auch als Vorteil offerierte. Denn ANTAGONIST kommen frischer und drückender zu Gemüt. Der Gesang formiert sich als ein aggressives und vor allem eigenständiges Gebräu. Des öfteren werde ich den Gedanken nicht los, dass der Sänger Michael von ANTAGONIST SICH E HAT ALS EINE EXTREMERE UND NOCH KOMPLEXERE Fortsetzung des TANKARD Fronters Gerre und Martin van Drunen anhört. Was sich nach und nach immer mehr bei mir als korrekt bestätigt.
Dieses Werk steht für kraftvollen Thrash metal aus deutschen Landen. Von technischer spielerischer Art terrorisiert man mit PESTILENCE mäßigen Feedback. Was mit dieser 8 Tracker CD bewiesen wird und sich mit teilweise Death metal mäßigen Roots vermischt. Technisch und kraftvoller Metal… „vorn in your mind“ jawoll. Eine der zukunftsträchtigsten Band. All the Best, Metal comes down !!!

Fame of Metal

Nachdem mich die erste CD (Mosaik) nicht unbedingt vom Hocker gehauen hatte, habe ich Perfect Human Comprehension erst mal ins Regal gepackt und mich nicht weiter drum gekümmert. Bis dann eines Nachts der berühmte Roland von Bremen bewaffnet mit Schwert und Schild bei mir erschienen ist und unmissverständlich klarmachte, das ich ohne Widerrede sofort die CD in den Schacht schiebe und ein paar nette Worte dazu schreibe und ein Interview in die Wege leite.
Manchmal bedarf es doch überzeugender Argumente. Perfect Human Comprehension ist ein werterer Beweis dafür, dass es in Deutschland eine gut funktionierende Thrash Szene gibt, die leider nur nicht richtig zur Kenntnis genommen wird. Antagonist sind in den alten Wurzeln des Thrash verwurzelt, als Haupteinflüsse höre ich Exodus, Protector oder Vio-Lence raus, aber auch das ein leichtes Neo-Thrash Interesse vorhanden ist. Pfui, das darf man aber nicht ! doch !
Die Mischung macht’s und da neigt sich die Waagschale eindeutig in Richtung Old School. Allerdings sind Antagonist auch nicht die alles niederwalzenden Dreschflegel, sondern legen schon Wert auf gepflegte Melodien, die in einem vernünftigen Verhältnis zur Härte stehen. Damit der Genuß der 8 Titel (plus Hiddentrack) noch mehr gesteigert wird, wurde für eine ordentliche Klangqualität gesorgt, die Aufmachung der CD geht auch in Ordnung, mehr kann nun wirklich nicht verlangt werden. Außer, dass die CD reichlich gekauft wird !! Peter – 1.75

Legacy 03 /00

Der ANTAGONIST ist im literarischen Sinne der Gegenspieler des Protagonisten, dem Helden eines literarischen Werkes. In den meisten Fällen steht dieser stellvertretend für das Schlechte und das Unmoralische. Inwieweit ANTAGONIST diese Gedanken in ihre Namenswahl einbezogen haben, ist mir nicht bekannt.
Fakt ist jedoch, dass sie als Fabrikanten deftiger Thrash/Death Metal-Mucke wohl auch selbst in vielen Gesellschaftsgruppen als Außenseiter angesehen werden. Rein musikalisch hat sich der Fünfer einer Mixtur aus Gruppen wie Death oder Kreator verschrieben, Sänger Michael Simon tendiert gesanglich eher in Richtung Exodus oder Destruction. Ihre besten Momente haben ANTAGONIST, wenn sie richtig technisch zu Werke gehen. So lässt der Schlußtrack ‚Mindprophets’ sogar geringfügige Cynic-Anleihen erkennen und stellt neben dem kurzen und bündigen ‚Chaos’ den Höhepunkt dieser Scheibe dar.
Auch in Sachen Produktion und Aufmachung hat man keine Kosten und Mühen gescheut und legt ein durchwegs gelungenes Gesamtwerk vor. Das einzigste Problem ist wieder einmal die Tatsche, dass ANTAGONIST eben nicht „eine der eigenständigsten Death-Thrash Formationen des Deutschen Undergrounds“ sind, wie es das Info so schön suggeriert. Aber ein fehlendes eigenes Gesicht ist bekanntlich der Makel der meisten Undergroundbands und das soll den überwiegend positiven Eindruck nicht schmälern. 23,- DM (inkl. P&V) kann man für diese acht Tracks durchaus mal investieren. 9 Punkte

Oblivion

Thrash Metal mit überaus räudigem Gesang, ganz in der Tradition solch ehemals großartiger Acts wie Kreator, offerieren uns die Bremer Antagonist mit ihrer ersten CD „Perfect Human Comprehension“. Musikalisch und die Produktion betreffend wahrlich erstklassig, ist es vor allem der Gesang, der Antagonist aus der Masse an Bands hervorhebt, denn einen Sänger, der klingt, als ob man ihm bei den jeweils letzten Silben einer Gesangszeile die Luft abdreht, habe ich in den mittlerweile zwanzig Jahren meiner metallischen Grundlagenforschung noch nie erlebt.
Das Gitarrenduo überzeugt nicht nur durch markantes Oldschool-Riffing, sondern weiß auch durch zweistimmige Melodieparts zu gefallen und vom Songwriting agieren Antagonist zweifelsohne in der oberen Liga heftig lärmender Nachwuchscombos im deutschsprachigen Raum.

Rock Hard 06 / 2000

Wie ungerecht es in diesen Tagen im Underground zugeht, zeigt sich am Beispiel der norddeutschen ANTAGONIST. Da rackert sich das Quintett bereits seit zehn Jahren ab und steht nach diversen Veröffentlichungen in Eigenregie immer noch ohne Label da. Wären ANTAGONIST aus Skandinavien oder eines der unzähligen (zumeist unnützen) Nebenprojekte etablierter Musiker, hätte man sie garantiert längst mit Vertragsangeboten zugeschissen. Doch dem ist leider nicht so.
Und dabei sind die Nordlichter ganz sicher nicht schlechter – im Gegenteil! Wer ihre ‚95er Mini-CD „Mosaik“ gehört hat, weiß, dass ANTAGONIST schon damals ein Garant für anspruchsvollen Death/Thrash mit vertrackten Rhythmen und hasserfüllten Vocals waren. Daran hat sich auch knapp fünf Jahre später nichts geändert. Bei einem Großteil des Materials auf „Perfect Human Comprehension“ sind Anleihen an Chuck Schuldiners Hauptband Death nicht von der Hand zu weisen (man höre sich nur mal ‚Angry Mob’ an).
ANTAGONIST verbinden das Ganz jedoch mit thrashigeren Vocals und klingen dadurch recht eigenständig. Die Melodie am Ende von ‚Gathering Storm’ erinnert mich sogar ein wenig an ‚Hotel California’ von den Eagles. Keine Ahnung, ob das beabsichtigt war… Da sich sowohl Produktion als auch Verpackung des Silberlings hören bzw. sehen lassen können, sollte die angepeilte Zielgruppe sofort 23 Mark (inkl. Porto) auf die Reise schicken.
Frank Stöver

Streetcleaner

Eine Mischung aus Thrash und Death Metal spielen diese Jungs aus dem Norden. Die Band besteht seit 1990, wobei man aber von 1996-98 eine kurze Pause einlegen musste, konnte man 1999 dann endlich die erste Full-Length CD auf den Markt bringen. Auf dieser bringt man jetzt guten gitarrenorientierten Thrash mit Death metal Gesang.
Laut Info soll das neue Material geradliniger und um einiges technischer im Gegensatz zum alten sein (leider liegt mir das alte Material nicht vor). Hin und wieder erkennt man leichte Einflüsse von Morgoth und Obituary. Interessant ist noch das Booklet, da sind nur einzelne Bruchstücke zu den Texten abgedruckt, aber zu jedem Text gibt es ein Bild, was die Emotionen und den Inhalt ausdrücken soll – da kann sich jeder selbst zu den Texten seine Gedanken machen. Bin mal gespannt, was man von Antagonist noch so hört…

That´s Metal

Schon auf dem 2-Song-Advance-Tape zu dieser Scheibe war mir der Song „The Traveller“ (natürlich kein AGENT STEEL Cover) positiv aufgefallen und auch bei dem vollständigen Album gehört er mit „Misanthropist“ zu den Highlights. Die Bremer Band ANTAGONIST setzt bei ihrer Musil voll auf das old school Thrash Pferd und pferd … äh… fährt dabei nicht schlecht.
Wer alte SLAYER oder KREATOR mag, der sollte der Band und ihrer Eigenpressung ruhig eine Chance geben, denn auch wenn mir der (etwas an den alten Mille erinnernde) brutale Gesang nicht sonderlich zusagt, bin ich doch überrascht mit welcher musikalischen Finesse die Jungs gerade im Gitarrenbereich zu Werke gehen.
Sehr melodische Lead Parts sind ebenso zu finden wie gekonnte Breaks. Sowohl auf musikalischen Level, als auch was das Drumherum betrifft muss man ANTAGONIST absolutes Profiniveau zubilligen. Die hervorragend aufgemachten und mit einem druckvollen Sound versehene CD könnt ihr für 23,- DM inkl. Porto bei ….. bestellen.. We spit on those who choose to pose and thrash with all the rest !

United Forces

Aggression ist Trumpf, bei den Nordlichtern Antagonist, die hier in Form der Songs “Recharged” und “The Traveller” einen Einblick in ihr Schaffen vermitteln. Der die Songs dominierende Gesang pendelt zwischen alten Violence und gemäßigten Death Growls, womit ich ja schon seit jeher meine Probleme habe und auch die handwerklich gut intonierten Songs wechseln mitunter fast sekündlich zwischen Power/Thrash und sogar Death Metal. Wer also entweder nur auf das eine, oder auf das andere musikalische Pferdchen abfährt, dürfte bei Antagonist nur sehr bedingt bedient werden, wer allerdings generell auf aggressive Mucke steht, und sich sowohl Overkill, Violence als auch Obituary und meinethalben Morbid angel reinfahren kann, sollte ruhig mal bei der Band nach der wohl mittlerweile veröffentlichten CD nachfragen.

Rumpelkammer Webzine

Zunächst einmal möchte ich mich auf diesem Wege entschuldigen, dass ich es aus diversen Gründen, die ich hier jetzt lieber nicht erwähnen möchte, nicht schon viel früher geschafft habe, den nicht mehr ganz taufrischen, aber dennoch aktuellsten Antagonist-Output hier zu reviewen. Sorry Leute!
Antagonist sind schon ein paar Jahre im Geschäft und machen bereits seit 1990 die Gegend in und um Bremen mit ihrem Power-/Death-/Thrash-Mix unsicher. Dieses Jahr spielten sie sogar auf dem WOA, wo ich sie mir auch unbedingt anschauen wollte, was aber durch die Einlassproblematik nicht möglich war. ein herzliches „Dankeschön“ an dieser Stelle nochmal an dei WOA-Veranstalter.
‚Perfect Human Comprehension‘ ist eine musikalische Ohrenweide! Eine echt gelungene Scheibe! Die vier Antagonisten verstehen es wirklich ihre Instrumente zu bedienen. die Gitarrenläufe reißen einen mit und die Melodien und das bärenstarke Drumming schrauben einem beim bangen direkt die Rübe vom Kopf. Der Sound der Band ist dabei wirklich recht eigenständig, man erkennt zwar an allen Ecken und Enden den guten alten Thrashmetal der Achtziger, kombiniert das ganze aber mit Death-Metal-Elementen der Chuck Schuldiner (R.I.P.) Band Death und vorzüglichen Power-Metal Gitarrenparts.
Das einzige was mir an Antagonist nicht wirklich gefällt, sind die Sangeskünste von Michael Simon, die mir doch ein wenig limitiert erscheinen. Das ganze hört sich für meinen Geschmack so an, als wolle er noch böser klingen, als er wirklich kann. Das ist auf jeden Fall noch ausbaufähig, aber das schmälert den Gesamteindruck nur ein klein wenig.
Also alle Death- und Thrashfreaks sollten den Antagonisten mal eine Chance geben. Auf der Homepage erfahrt ihr Näheres über die Band und könnt auch in Erfahrung bringen, wie ihr an das Album rankommt. Also weiter so Jungs!

Mordor Online Mag

Antagonist aus Deutschland sind loss! Kinder zieht Euch alle warm an, den dieses Thrash/Death Gewitter geht voll ab! Der Gesang ist richtig fies, die Gitarren druckvoll und die Drums geben dem Zuhörer den Rest! Vernichtend bahnt sich die Band den Weg durch den ersten Song „Recharged“. Nach dem Bass Intro von „The Traveller“ geht es mit leichtem HC Einschlag weiter. Ein leicher MACHINE HEAD (zu guten Zeiten) Toch ist zu bemerken. Nach dem unser Nacken schon die ersten Probleme aufweist geht es in unvermindertem Tempo weiter, die Jungs Bügeln sich durch die Songs ohne Luft zu holen. Mittlerweile ist mir auch eingefallen mit wem der Gesang und die Musik vergleichbar ist, OBITUARY. Der zweitletzte Song der CD heisst „Chaoc“, es ist der einzige der leicht aus der Reihe tanzt. Aber auch nicht wirklich, den er ist das pure Chaos. Colle Drum Beats und einen Geilen Basseinsatz. Die anderen Songs sind alle in aller bester Death/Thrash Manier. Zwischen durch gibt’s gesprochene Passagen in den Liedern was sehr zu guten Dynamik beiträgt. Der Sound ist sehr abwechslungsreich und wird nie langeilig. Nicht wie andere Bands aus dieser Sparte, die du nach 30 Sekunden einfach gehört hast, da nichts mehr neues kommt. Antagonist haben die volle Packung Aggressivität und Power. Es wir dich echt vom Hocker hauen!
Diese CD ist ein absolutes muss für…… für alle!!! Nein, im ernst, wer gerne guten Thrash hört. Oder auf Death Metal der alten Schule stehet soll hier bedenkenlos zugreifen. Was noch dazukommt ist das erstklassige Booklet, das sagenhafte 10 Seiten umfasst! Auch die Inlays sind vom feinsten, also Kauft leute und unterstützt eine Geile Band!
9 von 10 Punkten